GESCHICHTE

WIE MAMMUT UND KÄSE ZUEINANDER FANDEN

Während der letzten Eiszeit vor ca. 50‘000 Jahren lag der grösste Teil der Schweiz unter einer dicken Gletscherschicht. Die Regionen Oberaargau und Willisau blieben jedoch weitgehend eisfrei: Eine steppenähnliche Landschaft bot dort zahlreichen Tieren einen kargen Lebensraum – unter anderem auch dem Wollhaarmammut (Mammuthus primigenius).

Beim Kohlebergbau und bei der Schottergewinnung fanden sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Spuren der zotteligen Eiszeitriesen: Stosszähne, Backenzähne sowie Knochen kamen zum Vorschein – unter anderem in den Oberaargauer Gemeinden Gondiswil, Langenthal, Ochlenberg und Wynau.
In den Jahren 1917 bis 1920 wurde im Umfeld der Haltestelle Gondiswil Schieferkohle abgebaut. Bei den Schürfarbeiten entdeckte man in drei Gruben ebenfalls Überreste von Mammuts. Diese sind heute im Naturhistorischen Museum Bern zu bewundern. Weitere spannende Fakten rund um die Mammutfunde im Oberaargau finden Sie unter www.mammutland.ch.

Hommage an die Giganten der Urzeit

Käsermeister Thomas Thierstein aus Gondiswil kannte die Geschichten um die Mammutfunde in seiner Heimat bereits aus der Kindheit. Schon als kleiner Bub war er sehr beeindruckt von den mächtigen Urzeit-Tieren und stellte sich vor, wie grössere Mammutherden auf der Suche nach Nahrung bedächtig durch die Täler zogen.

Aus Verbundenheit zur Jahrtausende alten Geschichte seiner Heimat hatte Thomas Thierstein die Idee, den Mammuts mit einem typischen Käse aus der Region ein Denkmal zu setzen. Das war die Geburtsstunde des Mammutkäse!

Käserei-Tradition in Gondiswil

Glücklicherweise ist die Geschichte der Käsereien im Oberaargau gut dokumentiert. Und so gibt es auch zahlreiche historische Fotografien (grösstenteils aus der Sammlung von Amateurfotograf Johann Schär 1855-1938), die das Leben der Käser und der Bevölkerung in Gondiswil zur Zeit der Mammutfunde zeigen: